Der Koran im Sahifa Sadschadiya

Sahifa Sadschadiya[1] ist eine Gebetssammlung. Ursprünglich besteht sie aus 75 Gebeten, von denen uns zurzeit 54 vorliegen. Der Inhalt dieses wertvollen Buches ist vielfältig und reicht von Fragen der Religion, Überzeugung und Ethik bis zu Fragen der Gesellschaft und Geschichte und anderen wichtige Themen. Imam Sadschad (a)[2] hat auf einmalige, kreative Weise im Rahmen seiner Gebete, islamisches Wissen vermittelt und ein klares Bild von den Lehren der Religion und ebenso von den Zuständen der damaligen muslimischen Gesellschaft vorgelegt. Ebenso hat er die Pflichten der Muslime gegenüber diesen Kenntnissen klargestellt.[3]

Das 42. Gebet im Sahifa Sadschadiya, welches der Imam nach Abschluss einer vollständigen Verlesung des Korans spricht, enthält wertvolle Gesichtspunkte und Wahrheiten dieses Himmelsbuches. Der Verfasser des vorliegenden Artikels hat aus diesem Gebet 150 Namen und charakteristische Merkmale des Heiligen Korans entnommen oder abgeleitet  und einige davon ausgewählt und dargelegt.

Diese Namen und Attribute des Korans sind im Text des Gebetes in verschiedener Form anzutreffen. Sie lassen sich in vier Kategorien einteilen:

a) einzelne Wörter mit unmittelbarer Aussage: Namen und Eigenschaften, welche in einfacher Form direkt im Gebet vorkommen, wie die Wörter kitab (Buch) und nur (Licht)

b) Zusammensetzungen mit unmittelbarer Aussage: Beschreibungen in einer erweiterten Form, die jedoch keiner Erklärung bedürfen und direkt im Gebet vorkommen wie „allazi anzalullahu nura“ (den Gott wie ein Licht herab gesandt hat)

c) durch Deutung ableitbare Aussagen: Namen und Attribute des Korans, welche mit Hilfe von Analyse und Deutung aus den Begriffen oder Sätzen des Gebets gefolgert werden, wie mufassal (detaillierte Darlegung) oder hasan al ibara (gute Darlegung)

d) Charakterisierung durch sinngemäße und logische Schlussfolgerungen: indirekt enthaltene Aussagen über die Charakteristik des Korans, welche bei Vertiefung in den Sinn des Gebetes und anhand von  Beispielen aus dem Text erschlossen werden können, wie die Eigenschaft, ein Buch zu sein, ohne Nutzung dessen Lichtes jemand seinen eigenen Wünschen in die Falle tappt und auf die Vernichtung zugeht.

In dieser Abhandlung möchten wir einige besondere Kennzeichen des Korans, die in diesem Gebet genannt werden, näher betrachten.

  1. Der Heilige Koran ist das Buch des Lichtes[4] und der Helligkeit: „O Gott, Du hast mir immer geholfen, dein Buch zu lesen,  welches du wie ein Licht herab gesandt hast.“[5] Die Benennung des Korans mit „Licht“ bedeutet, dass der Koran von sich aus Helligkeit besitzt und Wissen und Rechtleitung beinhaltet.  Der Koran ist das Kriterium für die klare Trennung zwischen Irrweg und Rechtleitung, Erlaubtem und Verbotenem. Er stellt offen allen sein klares Wissen zur Verfügung. Dieses Himmelsbuch ruft den Menschen auf, sein Leben zu ordnen und  das wahre Glück anzustreben. Durch Darlegung der Wahrheiten, zeigt er ihm einen klaren Weg, damit er sich in einer Welt voller verschiedener Denk- und Vorgehensweisen vor Irrtum und Verwirrung in Sicherheit bringt:  „Du hast ihn zu einem Licht gemacht, und wenn ich diesem folge,  finde ich einen Ausweg aus den Finsternissen des Irrtums und der Unwissenheit.“[6]
  2. Der Koran ist Zeuge und Hüter der vorhergehenden Bücher Gottes[7]: „Und du hast ihn zum Hüter  (muhaimina) über jedes Buch, das du zuvor herab gesandt hast, bestimmt.“[8] Der Koran bestätigt, vervollständigt und schützt die vorherigen Himmelsbücher, denn alle Bücher Gottes enthalten gemeinsame Grundsätze. Sie dienen gemeinsamen und übereinstimmenden Zwecken und ihr Endziel besteht darin, den Menschen edel zu erziehen und zu vervollkommnen.  Die Unterschiede, welche diese Bücher in nebensächlichen Fragen aufweisen, beruhen auf dem Prinzip der allmählichen Weiterentwicklung der Religionslehren Gottes in dem Sinne, dass jedes neue Religionsgesetz (Scharia) sich auf einer höheren Stufe als vorher bewegt und ein breiteres Konzept mit sich bringt. Die Bezeichnung des Korans als Zeuge und Hüter der vorhergehenden Himmelsbücher  gehört zu den universellen Eigenschaften und Benennungen des Heiligen Korans, die quasi alle seine Seiten umfassen, und sein Wissen und seine erzieherischen  und bereichernden Aspekte widerspiegeln.  Diese Beschreibungen werden bis ans Ende des Gebetes fortgesetzt. Der gesegnete Name muhaimina ist dem Namen muhaimin entlehnt, einem der herrlichen Namen Gottes.  An dem Inhalt des Gebetes ist deutlich zu sehen, dass die Entstehung des Korans, dieses Werkes göttlichen Wissens, Seiner Allmacht und Seines Reichtums, sowie die Souveränität des Korans auf den göttlichen Willen zurückgehen. Denn es heißt: „Du hast ihn zum Hüter bestimmt“. Das bedeutet: Dieser Rang und diese besondere Eigenschaft gehen auf das Heilige Wesen Gottes und Seine unendliche wunderbare Größe zurück. So kommt es, dass sich die vielen anderen Namen und Eigenschaften des Korans, die meistens aus einem zusammengesetzten Begriff bestehen und von der zweiten oben (unter b)) genannten Art sind, aus dem Gebet 42 in Sahifa Sadschadiya entnehmen lassen.
  3. Der Koran ist ein Buch, das an der Spitze aller Verkündungen des Herrn  steht[9]:  „Und du hast ihn über alles gestellt, was du gesagt hast.“[10] Natürlich sind alle göttlichen Botschaften, die Er von Seinen Propheten unter den verschiedenen Völkern verkünden ließ, neu und frisch gewesen, denn die Propheten waren beauftragt, auf Befehl des Allmächtigen, die Kultur, welche in der Gesellschaft üblich geworden war, durch eine gesunde Kultur zu ersetzen, die Kultur neu aufzubauen und die Menschen in die Bahn zur Vervollkommnung zu lenken. Aber der Heilige Koran gilt als der Gipfel dieses Prozesses und die Krönung aller Himmelsbücher. Er nimmt unter diesen den einzigartigsten und höchsten Platz ein.
  4. Der Koran trennt zwischen Wahrheit und Lüge[11]:  „Ein unterscheidendes Wort (furqanan), mit dem Du das Erlaubte von dem Verbotenen getrennt hast.“[12] Mit furqan wird ein Mittel bezeichnet, welches einen Trennstrich zwischen Wahrheit und Lüge, Glaube und Unglaube, Ein-Gott-Glaube und Polytheismus, Rechtleitung und Irreführung, Gott-Gehorsam und Gott-Ungehorsam, Seligkeit und Unseligkeit, Paradies und Hölle, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit und ebenso zwischen dem Erlaubten und Verbotenen zieht und mit dem zwischen den fünf Pflichten unterschieden wird. Außerdem werden auch die Grade eines jedes dieser Dinge mit Hilfe dieses Kriteriums festgestellt und voneinander unterschieden.  Der Koran ist als ein umfassendes göttliches Buch ein Mittel, um die Welt, den Menschen, die Gesellschaft und die in ihr herrschenden Bräuche und Regeln besser zu kennen und um die Gläubigen, Ungläubigen und Heuchler voneinander zu differenzieren. Denn er unterscheidet diese Gruppen anhand ihrer besonderen Merkmale und Eigenschaften voneinander. Dieses Himmelsbuch schafft die Voraussetzung für die genaue Kenntnis von den richtigen Anschauungen, Gesetzen, Bestimmungen, Sitten und rechtschaffener Moral  und befreit die Wahrheit von der Lüge und das Wahrhafte vom Aberglauben. Einer der Namen des Heiligen Korans lautet deshalb „firqan“, weil dieses Buch selber ein klares Kriterium für die Unterscheidung der Wahrheit von der Lüge ist und auch deshalb, weil es im Vergleich zu den anderen Offenbarungsschriften, selber die Unterschiede deutlich macht. Im Gegensatz zu den anderen Offenbarungsbücher, deren göttlicher Ursprung seitens eines Propheten durch Wunder bewiesen werden musste, ist der Koran für sich alleine von selbst ein klarer Beweis dafür, dass er eine Offenbarung ist, und ein klarer Beweis für die Sendung des Letzen Propheten (sas).
  5. Der Koran weist die Wege zu den Geboten Gottes[13]: „Der Koran ist es, mit dem Du Deine Gesetze (schara`i)  und Gebote deutlich gemacht hast[14]. Das Wort schara`i  ist die Mehrzahl von schari`a[15] und unter diesem Begriff wird in der islamischen Rechtslehre eine Summe von Geboten und Regeln verstanden, die Gott, der Höchsterhabene, festgelegt hat, um den Menschen auf den Weg zu führen, über den er das Wohl im Diesseits und im Jenseits erreicht. Es gilt als grundsätzlich notwendig, an diese Gesetze zu glauben und sich nach ihnen zu richten. Da diese Gebote von sich aus Klarheit aufweisen, bilden sie einen elementaren Rückhalt und ein zusammenhängendes System, und weil ein Abweichen von ihrer Ordnung verhindert wurde, sind sie wie ein ebener gerader Weg, der vor dem Erreichen des Endziels weder kurvig  noch nebelhaft wird. Ähnlich wie das Wasser den Menschen körperlich, seelisch und geistig belebt, übernehmen auch diese Gebote eine vitale Rolle für seine spirituelle Weiterentwicklung.[16] Daher passt die Bezeichnung  mit Schari`a sehr gut. Die Festlegung von Gesetzen und der Grenzen für Erlaubtes und Verbotenes, sind Dinge, die nur Gott, dem Allmächtigen, zustehen. Sie wurden durch die Offenbarung Gottes im Koran verkündet und außer Gott ist keiner berechtigt religiöse Gesetze herauszugeben oder unabhängig davon und von sich aus eine Regel aufzustellen. Natürlich sind Rechtsgelehrte, die sich für die selbständige Rechtsfindung qualifiziert haben (mudschtahid) und die Religion genau kennen, unter Nutzung zuverlässiger Quellen wie Koran und die Vorgehensweise des Propheten (Sunna) sowie unter Heranziehung der Vernunft, in der Lage, religiöse Gebote abzuleiten und sie der Allgemeinheit zu erklären.  Trotzdem ist es auch ihnen nicht gestattet, ihre persönlichen Ansichten als feste göttliche Gebote vorzustellen.
    Es ist verwerflich und schädlich, Gott ein Wort nachzusagen, welches nicht stimmt, oder Ihn zu verleumden. Ein solches Vorgehen führt den Menschen in die Irre und bringt ihn weit vom Weg zu Seligkeit und Rettung ab.
  6. Der Koran ist ein Buch, in dem ausführlich die Wahrheiten dargelegt werden[17]:  „Es ist ein Buch, in dem Du für Deine Diener jegliches wahre Wissen ausführlich (tafsila) genannt hast“[18]. Das Wort tafsil geht auf die Wortwurzel fasala im Sinne von „trennen“ zurück. Gemäß der wissenschaftlichen Terminologie erfolgt diese Trennung durch Definition, Erklärung und Darlegung der wissensfundierten Abgrenzungen, und auf dem Gebiet der religionsgesetzlichen Pflichten der Menschen bedeutet tafsil  die Festlegung der Bestimmungen und der Maßregelungen Gottes. Klarer ausgedrückt handelt es sich bei tafsil um einen Begriff, der sich auf die Ebene der ausführlichen Darlegungen im Koran bezieht, auf der Gott, der Höchsterhabene, selber direkt oder durch den Großen Propheten (sas) seinen Dienern das Koranische Wissen darlegt und deutlich macht. Dieses tafsil stützt sich auf das Wissen Gottes, und die betreffenden Erkenntnisse hängen von der Korankunde ab, so dass nur Gelehrte und Wissenschaftler in ihren Genuss kommen. Der Erhabene Prophet (sas) hat das Wissen des Korans auf allen drei Ebenen empfangen – als Zusammenfassung, ausführliche Darlegung und Herabsendung im Zusammenhang mit dem Eintreten von Ereignissen, und er hat dieses Wissen an die Ahl-ul Bait Wahi (a)[19] weitergegeben. Zuverlässige Berichte, darunter die edle Überlieferung hadith thaqalain (Hadith von den beiden Gewichtigen)[20], hadith bab-il ilm (Hadith vom Tor zum Wissen)[21] und weitere Ahadith bestätigen eindeutig, auf welcher hohen Wissensebene die Ahl ul Bait (a) den Koran verstanden und erklärt haben. Die Geschichte bezeugt ebenso, dass Amir al Muminin Ali (a) und die Imame aus seiner Nachkommenschaft wie keiner sonst über das Wissen des Korans im Bilde waren. Darüber sind sich alle einig. Der Koran ist ein Buch, dessen Einzelheiten durch das Gotteswissen erklärt wird. Gotteswissen ist seine Infrastruktur und von daher ist er für die Gläubigen Rechtleitung und Segen. Rechtleitung und Gottes barmherziger Segen treten nur für die Gottgläubigen ein. Aber Leute, welche die Zeichen und Verse Gottes für Lüge halten, schließen sich selber von diesen Gnaden aus. Der Koran ist wie eine gesunde Nahrung, die für gesunde Menschen gut ist, aber kranken Menschen wenig nützt. Dieser Vergleich mag die Tatsache veranschaulichen, dass der Mensch erst im Herzen zum Glauben an die Verse Gottes bereit sein muss, um die Rechtleitung durch den Koran zu akzeptieren und nutzen zu können.
  7. Der Koran ist die Offenbarung (wahi), welche auf den Letzten Propheten (sas) herab gesandt wurde[22]: „Es ist eine Offenbarung, die Du auf Deinen Propheten Muhammad – Dein Segensgruß sei ihm und seiner Familie – herab geschickt hast.[23]Gemäß der betreffenden Verse im Koran ist dieses Merkmal des Korans auch ein Hinweis darauf, dass das, was der Erhabene Prophet (sas) sagt, rein ist von jedem Irrtum und Makel. Diese Beschreibung unterstreicht, dass der Prophet niemals von sich aus etwas sagt und nicht eigenen Launen folgt, so dass er vor Verirrung und Sünde bewahrt bleibt. Es wird dafür garantiert, dass der Prophet bei der Verkündung der Offenbarung und der Darlegung des Korans keine Fehler begangen hat. Das bedeutet, dass der Koran nicht dem Geist des Propheten selber entspringt, sondern ausnahmslos von Gott dem Höchsterhabenen herab geschickt wurde. Der Koran selber ist der beste Zeuge für diese Wahrheit. Denn die sorgfältige Betrachtung seiner Verse ergibt eindeutig, dass kein noch so gelehriger Mensch und Denker und erst recht nicht jemand, der keinen Unterricht erfahren hat und in einem Gesellschaftsmilieu voller Unwissenheit und Aberglauben aufgewachsen ist, die Fähigkeit besitzt, ein solches tiefgreifendes und wirkungsvolles Sprachwerk darzubieten, welches nach vielen Jahrhunderten weiterhin die Denker inspiriert und zur Grundlage für eine rechtschaffene, gläubige und progressive Gesellschaft wird.  Die Bedeutung des Wortes Wahi im Koran ist verschieden. Die wichtigste dieser Bedeutung ist die Offenbarung an die Propheten, die in der Offenbarung an den Letzten Propheten ihren Gipfel erreicht. Unter allen Formen der Offenbarung nimmt die Offenbarung des Korans einen besonderen Rang ein. Dieses großartige und edle Wort ist ein göttliches Manifest. Laut dem Koran, spricht Gott zu der Menschheit auf drei verschiedenen Wegen: direkte Offenbarung (unmittelbare Eingebung) oder jenseits eines Schleiers oder über einen Boten, zum Beispiel einen Engel oder einen Menschen, den er zu den anderen Menschen sendet.[24] Gestützt auf die Anhaltspunkte in den Versen des Korans und in den Überlieferungen lässt sich sagen, dass Gott, der Höchsterhabene,  dem edlen Herzen des Propheten (sas) den Koran  in verschiedenen Formen geoffenbart hat und diese Offenbarungen sich mit jeder der eben genannten Formen vereinbaren lassen.
  8. Der Koran heilt die spirituellen Krankheiten des Menschen[25]: „Er ist Heilung (schifa`an) für jeden, der ihm gläubig und bestätigend zuhört“.[26] Der Koran ist ein Buch Gottes, der wie ein klarer Regen auf die Herzen der Menschen herabkommt. Die Herzen, die gläubig und bereit für den Empfang der Wahrheit sind, kommen in den Genuss des Lichtes der Rechtleitung durch den Koran und erkennen in ihm das Heilmittel für ihre Leiden. Wenn jedoch ein Herz unter Ungläubigkeit leidet und die Wahrheit nicht erkennt, weil die Ohren taub und die Augen blind, wird ihm nichts von dieser Rechtleitung des Korans zur Heilung von Glaubensprobleme wie die Götzenverehrung helfen, sondern es kann sogar sein, dass er Schaden nimmt und sich moralische Probleme wie Neid und soziale Schwächen wie Ungerechtigkeit und versteckte seelische Krankheiten einhandelt. Der Koran ist ein Buch, welches bedeutend zur psychischen Gesundheit des Menschen beiträgt. Körperliche Beschwerden sind in der Regel sichtbar, lassen sich feststellen und heilen. Aber psychische Beschwerden sind nicht so offensichtlich. Sie sind komplizierter und ihre Behandlung erfordert tiefes Wissen und himmlische Ratgebung. Daher hat Gott, der Höchsterhabene, den Koran als heilendes Rezept für die Beilegung der seelischen Leiden des Menschen herab gesandt  und Er hat an verschiedenen Stellen im Koran auf dessen heilende Wirkung hingewiesen.
    Dieses Himmelsbuch rettet den Menschen vor Krankheiten wie Ignoranz, Herrschsucht, Größenwahn, Eifersucht, Heuchelei und Zwietracht und führt  Geist und Seele zur Weiterentwicklung und Vervollkommnung und zum Licht der Rechtleitung. Der Koran befreit zudem den Menschen aus unnötigen Besorgnissen und Ängsten und lässt Ruhe, Hoffnung Glauben und Gottvertrauen in sein Herz einkehren. Er hält den Menschen von übermäßiger Liebe zum Weltlichen, rein lustorientierten Tendenzen, Kriegstreiberei und gefährlichen Rüstungswettbewerben ab und zeigt ihm den Weg des Friedens, des Miteinanders und der Freundschaft.
  9. Der Koran ist die Waage der Gerechtigkeit[27]: „und er ist die Waage der Gerechtigkeit, deren Zeiger nicht vom Recht abweicht“[28]. Das Wort mizan bedeutet „Waage“, aber hier ist damit jedes Mittel zur Messung und Bewertung gemeint. Der Koran ist selber zu Recht zusammen mit dem Kriterium zur Bewertung herab gesandt worden,  um ein Maßstab für die Wahrheiten zu sein.  Beim Lesen des Korans beobachten wir seinen gerechten Umgang mit allen Fragen. Bei allen seinen Konzepten  fällt auf, wie fair, redlich und unparteiisch er ist und wie gerecht er beurteilt.  Bei sorgfältiger Betrachtung des Inhaltes und der Lehren dieses Himmelsbuches wie seine Wissenslehre und Glaubensprinzipien, die logische Argumentierung, die Gesetze für die Gesellschaft sowie seine ethischen und den Charakter formenden Konzepte sind eindeutiger Beweis dafür, dass er wahrhaftig ein Bewertungsmaßstab ist. Diese Tatsache liefert den Götzendienern und den Schriftbesitzern eine klare Antwort. Letztendlich werden die Wahrheit, Gerechtigkeit und der Bewertungsmaßstab am Jüngsten Tag vollständig in Erscheinung treten.
  10. Der Koran ist das nie erlöschende Licht der Rechtleitung[29]: „Der Koran ist das Licht der Rechtleitung, und das Leuchten seiner Beweiskraft verglüht niemals  für die Sehenden.“[30] Mit Rechtleitung ist im Koran die Orientierung in Richtung eines hohen Ziels gemeint, nämlich die Weiterentwicklung und Vervollkommnung des Menschen in Bezug auf alle seine positiven Seiten. Der Heilige Koran wird mit Licht und Helligkeit verglichen; einem Licht, welches die Quelle des Lebens, des Schönen, des Wachstums, der Vorwärtsbewegung und der Kultivierung der ganzen Erde ist.  Der Koran überbringt die Botschaft von einer dynamischen Lehre, die Wandel hervorruft und die menschliche Gesellschaft auf dem Weg zur Vollendung weiter bringt, und er gilt als Quell für alles Gute und allen Segen. Dieses Gottesbuch zeigt, dass die letzte göttliche Offenbarung alle vorhergehenden Religionen überwiegt. Zwar sind alle himmlischen Religionsgesetze wahr und zu Recht, aber sie sind zeitgebunden und lassen sich aufheben. Im Gegenteil dazu, umfasst der Koran alle Wahrheiten, ist ewig und bis ans Ende des Daseins unaufhebbar.
  11. Der Koran ist das Orientierungsbanner für den Menschen[31]: „und (er ist) das Banner der Rettung und jeder, der seine feste Lehre anstrebt, geht nicht in die Irre und die Pranken der Vernichtung können jemanden nicht fassen, der sich an dem Haltegriff der Fehlerlosigkeit des Korans festhält.“[32] Imam Sadschad (a) legt, gestützt auf den Heiligen Koran, den Muslimen ans Herz, zur Rettung vor den Einflüsterungen der Feinde und Erreichung der göttlichen Rechtleitung auf dem geraden Weg, bei der Gnade des Allmächtigen Herrn Zuflucht und bei dem Heiligen Wesen Gottes und den leuchtenden Versen des Heiligen Korans Halt zu suchen. In diesem Zusammenhang hat der Koran ausdrücklich gesagt, dass jeder, der bei ihm Halt sucht, zweifelsohne den rechten Weg geführt wird. Das Wort itisam bedeutet in diesem Kontext die Erreichung von Fehlerlosigkeit und Immunität; eine Immunität, welche mittels Bemühung, gebührende Suche und dank des Beistandes Gottes erzielt wird. Diese Sicherheit vor Fehlern wird durch Haltesuche beim Heiligen Koran auf der Ebene von Wissen, Glauben und dem Handeln im persönlichen und gesellschaftlichen Bereich verwirklicht und bewahrt den Menschen vor Verfehlungen und Abweichungen.   
  12. Der Koran schützt den Menschen gegenüber dem Einfluss Satans und der Neigung zum Sündigen[33]: „Der Koran ist Hüter der Gläubigen gegenüber den üblen Einflüssen Satans“[34] und „Verhüter von Schritten in Richtung der Sünde.“[35] Die Lehren des Korans geben zu verstehen, dass der Mensch bei Gott, dem Höchsterhabenen, Schutz suchen muss, um sich vor dem Einfluss Satans in Sicherheit zu bringen und sich von der Sünde fernzuhalten. In Wahrheit ist die Zufluchtssuche bei Gott vor den Versuchungen Satans mehr als nur ein verbales Zuflucht-Suchen. Der Heilige Koran hat nicht nur hervorgehoben, dass man bei Gott Zuflucht suchen muss, sondern zusammengefasst auch die Faktoren genannt, die Satan daran hindern, die Oberhand zu gewinnen.  Folglich reicht eine Zufluchtssuche mit dem Munde, die nicht mit Wissen und Handeln einhergeht, nicht aus, sondern eine wahre Zufluchtssuche muss im Rahmen von Wissen und Handeln geschehen. Obwohl der Koran das Wissen und die gottesdienstlichen Werke mehrt, können diabolische Einmischungen seine Wirkung mindern oder sogar  löschen. Deshalb muss der Mensch unter Einsatz aller Glaubenspotentiale  zur Verhütung des Einflusses Satans bei Gott Zuflucht suchen, damit nicht Finsternis anstelle des Lichtes des Korans tritt. Er muss kontinuierlich darum bemüht sein, ihn zu verstehen, seinen Glauben zu verinnerlichen und gemäß seinen Lehren zu handeln. Wahre Zufluchtssuche bei Gott wird dann erreicht, wenn sie mit vollständigem wahrem Gottvertrauen einhergeht. Auch wenn die verbale Zufluchtssuche ihren Wert hat und der Mund das wiedergeben sollte, was tatsächlich im Herzen ist, so steht zur Debatte, dass die verbale Zufluchtssuche auch bei innerer Zufluchtssuche zusätzlich notwendig wird. Es heißt im Koran[36], dass die Zufluchtssuche bei Gott vor der Rezitation des Korans zur Abwehr oder zur Minderung der Macht Satans eine Pflicht ist, und voraussetzt, dass sie auf dem Glauben an den Herrn und das Vertrauen in Ihn beruht. Denn der Glaube alleine genügt nicht, um Satan zu vertreiben, sondern dieser Glaube muss mit dem Vertrauen in Gott gestärkt werden. Die Zufluchtssuche hat nur dann eine Wirkung, wenn sie mit Gottvertrauen einhergeht. Dieses Gottvertrauen besteht in der vollständigen (inneren und verbalen) Zufluchtssuche bei der Heiligkeit Gottes. Je intensiver und weitgehender dieses Gottvertrauen ist, desto mehr nimmt die Macht Satans ab, bis sie letztendlich zugrunde gehen wird. Satan kann nur jemanden beherrschen, der ihn sich zum Herrn nimmt[37] und durch ihn sich der Götzenverehrung zuwendet. Diese Götzenverehrung gilt auch als eine Art  Machtausübung Satans.
  13. Der Koran ist ein fester Schutz bei mehrdeutigen Versen[38]: „diejenigen, die in Dingen, die Zweifel erregen, bei den Versen dieses Buches Zuflucht suchen“[39]Die mutaschabihat sind Koranverse, deren Bedeutung  kompliziert zu sein scheint und für die mehrere Erklärungen vorstellbar sind. Um ihre Bedeutung herauszufinden, müssen die muhkamat – die eindeutigen Verse des Korans herangezogen werden. Zum Beispiel heißt es in einem der Heiligen Verse: yadullah fauqa aidihim[40]. Dies könnte wörtlich wie folgt verstanden werden: „Gottes Hand liegt über ihren Händen.“ Nun hat Gott aber keinen Körper und daher ist mit „yad“ (Hand) hier die Macht Gottes gemeint. Die Zahl der mehrdeutigen Verse im Koran ist gering, und die meisten von ihnen handeln von Attributen Gottes. Ihre Bedeutung lässt sich durch die eindeutigen Verse klarstellen. Die eindeutig festgelegten Koranverse, welche unter dem Begriff Ummul Kitab zusammengefasst werden, sind die Grundlage, der Ursprung und die „Mutter“ der anderen Verse. Die Theologen und Kundigen ziehen die eindeutigen Verse heran, um die mehrdeutigen Verse richtig zu erklären. Dieses Vorgehen ist ein Beispiel für die Methode „Exegese des Korans mit Hilfe des Korans“. Der Koran besitzt ein bestimmtes geordnetes und zusammenhängendes System. Die Erläuterung der mehrdeutigen Verse aufgrund der eindeutigen zeigt die feine, methodisch verständlich machende Sprache des Heiligen Korans.
  14. Der Koran lässt das Gesicht  der Gläubigen am Jüngsten Tag „weiß sein“ und er lässt vonseiten Gottes Liebe in ihrem Herzen wohnen.[41] „Lass (durch den Segen des Korans) an jenem Tag, wo die Gesichter der Unrechttuenden schwarz werden, und welches der Tag des Kummers und des Bereuens ist, unsere Gesichter weiß werden und lass die Herzen der Gläubigen Zuneigung und Liebe zu uns hegen und lass unser Leben nicht schwer sein.“[42] Die Belohnung und Bestrafung der Menschen in der jenseitigen Welt bestehen aus realen Manifestationen ihrer diesseitigen Taten, Denkweisen und ihrer Haltung im Leben. Wenn Glaube, Einmütigkeit und Einheit in dieser Welt zur Ehre gereichen und Zwietracht und Unglaube dem Einzelnen und der Gesellschaft Schmach bereiten, werden diese abstrakte Ehre und abstrakte Schmach im Jenseits eine sichtbare Gestalt annehmen, so dass die Menschen ein helles oder ein dunkles Gesicht  haben, wenn sie nach der Auferstehung von den Taten versammelt werden. Es sollte erwähnt werden, dass der Begriff „weißes Gesicht“ und „schwarzes Gesicht“ Redewendungen der arabischen Sprache sind. Ein weißes Gesicht zu haben bedeutet für den Betreffenden: Glück, Seligkeit und Klarheit, und ein schwarzes Gesicht: Unglück, Elend und Finsternis. Wenn der Heilige Koran diese Ausdrücke verwendet, so ist dies daher keinesfalls ein Zeichen für Rassendiskriminierung oder dafür, dass Weißhäutige über Schwarzhäutige zu stehen kämen. Das Kriterium für Überlegenheit sind aus der Sicht des Korans: gottesfürchtiges Handeln, Wissen, Weitsicht und weitere immaterielle Werte.[43] Die Unterschiede in der Hautfarbe und der Volkszugehörigkeit und Ethnie  dienen nur dazu, dass die Menschen einander erkennen.[44] Es ist gut möglich, dass viele Menschen mit heller Haut in Folge ihres Unglaubens und des Unrechtes, das sie begangen haben, am Tag der Auferstehung mit dunklem Gesicht herbeikommen und dass viele Gläubige mit  farbiger Haut an jenem Tag dank ihres Glaubens und ihrer rechtschaffenen Taten  mit einem leuchtenden, ruhmreichen Gesicht erscheinen. Darüber hinaus hat der Koran seitens Gott, dem Allerhöchsten, den Gläubigen, die überzeugt sind und rechtschaffen handeln, etwas Schönes verheißen, nämlich dass Gott in Bälde den Herzen der anderen die Liebe zu ihnen eingeben wird.  Diese Liebe erfahren alle  Gläubigen, die sich rechtschaffen verhalten. Gott wird die Liebe zu ihnen in den Herzen einpflanzen.[45]

[1] Die Anrufungen und vertraulichen Gespräche im Sahifa Sadschadiya hat der vierte Imam der Schiiten gesprochen und sein Sohn, Imam Muhammad Baqir (a), und dessen Bruder Zaid ibn Ali haben sie schriftlich festgehalten.  Außerdem war Imam Dschafar Sadiq (a) dabei anwesend und hörte sie die Gebete sprechen. Es gilt als gesichert, dass der Inhalt dieser Gebetssammlung von Imam Sadschad (a) herrührt. Sahifa Sadschadiya ist als eine der Quellen der Religion unter verschiedenen Bezeichnungen wie ucht al Quran (Schwester des Korans) indschil ahl ul bait (a) (Evangelium des Prophetenhauses (a), zabur al-i Muhammad (Psalmen der Familie Muhammads (s)) sowie sahifat ul kamila (vollständige Blätter) bekannt und nimmt einen besonderen Platz in der islamischen Bittgebets- und Lobpreis-Kultur ein, s. al Zaria, Bd. 15, S. 18.

[2] Seine eigentlicher Name ist Ali ibn Husain ibn Ali ibn Abi Talib und er wurde Zain ul Abidin (Zierde der Gottesdiener) und Sadschad (der sich Niederwerfende) genannt. Imam Sadschad (a) ist der vierte Imam der Schiiten und wurde im Jahre 38 nach der Hidschra und dem Mondkalender geboren und im Jahre 95 n.d.H. zum Märtyrer. Sein Imamat (die Führung der Muslime) dauerte 34 Jahre. Er erlebte die schmerzliche Tragödie am Aschura-Tag  in Karbala,  konnte jedoch wegen Erkrankung nicht an dem Kampf teilnehmen. Nach dem Märtyrertod von Imam Husain (a) nahm das Heer des `Umar ibn Sa`d den Imam und die anderen Mitglieder der Familie des Propheten gefangen und brachte sie nach Kufa und danach nach Damaskus.  Seine scharfe Rede in Damaskus hat eine effektive Rolle dabei gespielt, der Bevölkerung den hohen Rang der Ahl- ul Bait (a) bewusst zu machen. Während seines Imamats ereignete sich die Tragödie von Harra und kam es zu der Bewegung der Tauwabin und zum Aufstand von Muchtar. Zu den wertvollen Hinterlassenschaften dieses Imams gehört neben Sahifa Sadschadiya eine Abhandlung über Rechte und Pflichten, welche von den Rechten Gottes sowie den Rechten und Pflichten Seiner Diener, der Eltern, Kinder, Nachbarn, der Herrschenden und anderer Gesellschaftsgruppen handeln.  Diese Abhandlung zeugt für seinen Tiefblick und sein weites Blickfeld in Bezug auf das private und gesellschaftliche Leben des Menschen.  Laut einiger Berichte von Schiiten wurde der Imam auf Befehl von Walid Ibn Abdul Malik ermordet. Sein Märtyrertod wurde durch Vergiftung ausgelöst.  Der Leichnam dieses Imams ruht im Baqi`-Friedhof in Medina an der Seite von Imam Hasan Mudschtaba (a), Imam Muhammad Baqir (a) und Imam Dscha´far Sadiq (a). Imam Sadschad (a) stand auf einer hohen spirituellen Stufe und er besaß großes Wissen. Zu den Tugenden, für die er in den islamischen Quellen gelobt wird, gehören  sein unermüdliches Gott-Dienen, seine anspruchslose Fürsorge für die Bedürftigen und besondere Attribute wie gottesfürchtiges Denken und Handeln und fromme Genügsamkeit.

[3] Einige Gebete von Imam Sadschad (a) sind von Frau Prof. Annemarie Schimmel ins Deutsche übertragen und veröffentlicht worden. Annemarie Schimmel wurde am 7. April 1922 zur Zeit der Weimarer Republik in Erfurt  in Thüringen, welches heute zu Deutschland gehört, geboren. Sie wuchs in einer Familie auf,  die großen Wert auf Kultur, Bildung und Forschung  legte.  Schon als Jugendliche wurde sie als besonders begabt erkannt und konnte innerhalb von zwei Jahren  Studium an der Berliner Universität, einer der angesehenen europäischen Universitäten,  vor ihrem 20. Lebensjahr ihren Doktortitel in dem Fach „Arabische Literatur und Islamwissenschaften“ erwerben.

Annemarie Schimmel lernte während ihrer Studien die Gebete der Schiiten, insbesondere die gnostischen Gebete Imam Sadschads (a), kennen und übersetzte sie mit Begeisterung,  um sie denen in Europa, die daran interessiert sind, vorzustellen.  Über die Wirkung  dieser Übersetzung auf europäische Leser hat sie gesagt: „Ich studiere die Gebete, Überlieferungen und islamischen Berichte immer im arabischen Original und benutze nicht die Übersetzungen anderer.  Ein Teil des gesegneten Buches Sahifa Sadschadiya habe ich ins Deutsche übersetzt und herausgegeben. Darunter das Gebet anlässlich der Sichtung des Neumondes des gesegneten Monats Ramadan und das Gebet zum Abschied von diesem Monat.  Während ich diese Gebete übersetzte, lag meine Mutter im Krankenhaus.  Wenn sie während meines Besuches eingeschlafen war, habe ich mich in eine Ecke gesetzt und begonnen, diese Übersetzungen ins Reine zu schreiben. Das Zimmer meiner Mutter war ein Zwei-Bett-Zimmer. In dem zweiten Bett lag eine andere Frau. Sie war gebildet und eine  gläubige Katholikin. Ihr Glauben war sehr fest und war fast schon extrem. Als sie erfuhr, dass ich islamische Gebete übersetze, fragte sie erstaunt: „Besteht denn im Christentum und in unseren heiligen Schriften ein Mangel, dass du dich an die islamische Gebete wendest?“  Nach Herausgabe des Buches, schickte ich ihr eine Ausgabe und ungefähr einen Monat später rief sie mich an und sagte: „Ich bin von Herzen dankbar , dass du mir dieses Buch geschenkt hast. Denn statt der üblichen Gebete lese ich nun jeden Tag darin.“ Die Übersetzung der Gebete der  Makellosen Imame (a) und ganz besonders die Gebetssammlung von Imam Zain- ul Abidin (a) hat auf viele Menschen im Westen eine gute Wirkung.

Morgenland und Abendland: Mein west-östliches Leben, C.H.Beck, München (1993)

[4] In Anlehnung an Vers 174 der Sure (4) Nisa.

[5] Gebet 42, Sahifa Sadschadiyah, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[6] Ebenda.

[7] In Anlehnung an Vers 48, der Sure (5), Maida.

[8] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[9] In Anlehnung an Vers 23 der Sure (39) Zumar.

[10] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[11] In Anlehnung an Vers 1 der Sure (25),Furqan.

[12] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[13]In Anlehnung an Vers 116 ff, Sure (16) Nahl.

[14] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[15] [die allgemeine Bedeutung dieses Wortes lautet „Weg zur Wasserstelle“, d.Übers.]

[16] Siehe Bedeutung des Wortes Schar`, al Tahqiq fi Kalimat al  Quran al Karim, Bd. 6, S. 48.

[17]In Anlehnung an Vers 52 der Sure (7) `Araf.

[18] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[19] Mit Ahl ul Bait Wahi (die Angehörigen des Hauses der Offenbarung) ist die edle Prophetenfamilie gemeint, zu der Imam Ali (a), die Edle Fatima (a), Tochter des Propheten, und die Makellosen Imame unter ihren Nachkommen zählen.

[20] Hadith thaqalain ist  eine zuverlässige Überlieferung, die von den Gelehrten aller islamischen Rechtsschulen anerkannt wird und für die schiitischen Muslime zu den Beweisen für das Imamat und das unmittelbar nach dem Verscheiden des Propheten geltende Kalifat des Amir al Muminin Ali ibn Abi Talib (a) zählt.  Dieses Hadith wurde durchgehend in verschiedenen islamischen Quellen tradiert; siehe Masnad Ahmad ibn Hanbal, Bd. 4, S. 366;  Sunan Baihaqi, Bd. 2, S. 148; Sahih Tirmidhi, Bd. 2, S. 308;  Mustadrak Hakim Neyschaburi, Bd. 3, S. 109 und viele weitere Quellen.

[21] Qurtubi  legt  in seiner Koranexegese den Satz Allazi indahu ilm ul kitab (der, bei dem das Wissen des Buches ist) in Berufung auf eine Überlieferung von  Imam Baqir (a)  aus und schreibt: „Das ist nur Ali ibn Abi Talib (a)“, siehe Tafsir Qurtubi, Bd. 5, S. 3565.

[22] In Anlehnung an die Verse 3-4 der Sure (53)Nadschm.

[23] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[24] In Anlehnung an  Vers 51, Sure (42) Schura.

[25] In Anlehnung an Vers 82, (17) Isra und Vers 44,  Sure (41) Fusilat.

[26] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[27] In Anlehnung an Vers 25, Sure  (57) Hadid, und Vers 17, Sure ( 42) Schura.

[28] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[29] In Anlehnung an Vers 32, Sure (9) Tauba.

[30] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[31] In Anlehnung an Vers 101, Sure (3) Al-i Imran.

[32] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[33] In Anlehnung an die Verse 98 und 99 der Sure (16) Nahl.

[34] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[35] Ebenda.

[36] Siehe Vers 98, Sure (16) Nahl.

[37] Vers 100, Sure (16) Nahl:  „Seine Macht (die Macht Satans) erstreckt sich nur über diejenigen, die ihn zum Schutzherrn nehmen und die durch ihn (Satan)  Gott Götzen  beigesellen“.

[38] In Anlehnung an Vers 7, Sure (3) Al-i Imran.

[39] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[40] Vers 10, Sure (49) Fath.

[41] In Anlehnung an Vers 106 der Sure (3) Al-i Imran und Vers 96, Sure (19) Maryam.

[42] Gebet 42, Sahifa Sadschadiya, anlässlich des Abschlusses der vollständigen Koranverlesung.

[43] „…Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem“, Vers 13, Sure (49 ) Hudschurat, „Sprich: Sind etwa diejenigen, die wissen, und diejenigen, die nicht wissen, gleich? Doch bedenken es nur die Einsichtigen“, Vers 9, Sure (39) Zumar.

[44] „O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander erkennen möget“, Vers 13, Sure (49) Hudschurat.

[45] Vers 96, Sure (19) Maryam.

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