Erläuterung der schönsten Namen Gottes (Asma’ ul-Husna)

Al-Qahhār

Die Wurzel dieses gesegneten Namens ist (qahara). Diese Wurzel bedeutet überwältigen.[1] „Qahir“ ist das aktive Substantiv dieses Wortes und steht für ein Wesen, das andere Wesen dominiert. [2]Infolgedessen ist es möglich, dass ein Wesen, obwohl es einem anderen Wesen überlegen ist, selbst einem Wesen untergeordnet ist, dessen Existenzstufe höher ist als es selbst.

Der Name „Qahir“ wird im edlen Koran und in Bezug auf den erhabenen Gott in zwei Formen verwendet: Qahir und Qahhar, was auf jeden Fall seine absolute Dominanz über die Geschöpfe anzeigt. Im Koran steht, dass: „Er ist der Bezwinger (Qahir) über Seinen Dienern, und Er ist der Allweise und Allkundige.“[3]

Es ist ersichtlich, dass der Koran von der Überlegenheit des erhabenen Gottes in allen möglichen Dimensionen gegenüber seinen Dienern spricht. Diese Rede erzählt von der Dominanz des Großen Gottes über die menschliche Existenz, alle Eigenschaften und Notwendigkeiten der menschlichen Existenz sowie über andere intelligente Wesen wie Dschinn und Engel. Denn der Koran stellt sie mit der Eigenschaft „Diener Gottes“ vor, verwendet den Begriff „Diener“ jedoch nicht für andere Geschöpfe.

Auch im Koran steht: „Sag: Allah ist der Schöpfer von allem, und Er ist der Eine, der Allbezwinger (Qahhar).“[4]

In diesem Vers wurde der Eigenschaft der Einheit des erhabenen Gottes (Wahid) das Wort „Qahhar“ hinzugefügt, was zeigt, dass der erhabene Gott das einzige Wesen ist, das aus jeglicher Hinsicht und über alle Dinge dominiert. Alle Dinge sind im Ursprung ihres Wesens und aller Eigenschaften und Notwendigkeiten ihrer Existenz vom erhabenen Gott verursacht und erschaffen worden und befinden sich im Griff seiner Macht, und sie können gegen den schöpferischen Willen des erhabenen Gottes nicht verstoßen.

Aus diesem Grund kann im Universum kein Geschöpf gefunden werden, das die Möglichkeit hat, sich dem schöpferischen Willen des erhabenen Gottes zu widersetzen.

Unter den Geschöpfen gibt es einige Menschen oder Dschinn, zum Beispiel Iblis, die sich nicht den Geboten Gottes unterwerfen, die in Form von Gesetzen (Shari‘a) in den himmlischen Büchern dargestellt sind, und sie handeln nicht nach ihnen, sondern sie widersetzen sich Gott und dies ist das Produkt der schöpferischen Erlaubnis Gottes.

Der erhabene Gott hat ihre Existenz mit freiem Willen geschaffen und ihnen eine solche Möglichkeit gegeben. Daher kann kein mit freiem Willen geschaffenes Wesen nicht frei sein und wählen, selbst wenn es nicht wählen wollte. Das Nicht-Wählen selbst ist eine Wahl. Denn es ist die Unterwerfung unter den schöpferischen Willen des erhabenen Gottes.

Aber der Anteil des Menschen zur Verwirklichung dieses gesegneten Namens in ihm besteht darin, dass er in der Lage ist, das zu überwinden, was ihm schadet und sein Glück behindert.

Manchmal sind diese schädlichen Dinge die Versuchungen des Teufels, der den Menschen zu Hässlichem und Bösen ruft, und manchmal sind die falschen Wünsche und Einflüsterungen der befehlenden Seele (Nafsul-Ammara) schlimmer als der Teufel. Dieselben Versuchungen, die den Menschen dazu einladen, sich selbst, Gott oder anderen Menschen Unrecht zu tun.

Wenn ein Mensch tatsächlich seine falschen Wünsche und verschiedenen Instinkte überwindet, die rebellisch und extrem werden, kann er auch den Teufel leicht besiegen und sich vor Einflüsterung und Täuschung unerreichbar machen.[5]

  1. Ibn Fāris, Abū l-Ḥusayn Aḥmad: Maʿāǧim Maqāyīs al-luġa. Hrsg. von ʿAbd as-Salām Hārūn. Bd. 5, Beirut: Dār al-Fikr, S. 35
  2. Ibn Manẓūr, Muḥammad b. Mukarram: Lisān al-ʿArab. 15 Bde. Beirut: Dār Ṣādir, 1994, Bd. 5, S. 121
  3. Vers 18 der Surah 6(An’am)
  4. Vers 16 der Surah 13(Ra’d)
  5. Siehe; al-Kāšānī, Mullā Muḥsin Fayḍ: ʿIlm al-yaqīn fī uṣūl al-dīn, Bd. 1, S. 172.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert